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Eintracht Esch mit Kantersieg zum Auftakt in der Kreisliga D

250 Zuschauer sahen gegen den SV Leimersdorf II ein Top Spiel beim Gründerfest

Freitag, 17.08.2015 – Ein Tag, an dem für die junge Eintracht nach dem ersten erfolgreichen Pflichtspiel und dem damit verbundenen Einzug in die zweite Runde des Bitburger Kreispokals weiter ein Stück Geschichte geschrieben werden sollte, denn das lang ersehnte erste Meisterschaftsspiel des frisch gegründeten Fußballvereins aus Esch stand auf dem Programm. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, wurde das Kalenborner Waldstadion mit einem Schankwagen, einigen Biergarnituren und einem Grill hergerichtet, um die vielen, zu erwartenden Zuschauer zu bewirten.

Klasse Fußball – wer nicht dabei war, hat etwas verpasst

Bis in die Haarspitzen motiviert und heiß auf das erste Saisonspiel traf sich die Mannschaft bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff, da ein Fotograf das Teamfoto, sowie Einzelportraits der Spieler mit der Kamera aufnahm. Bereits beim Warmmachen konnte man mit Blick auf die Tribüne schon sehen, dass das Interesse am Verein groß ist, denn obwohl noch etwas Zeit bis zum Anstoß war, füllte sich der Bereich um den Bierpavillon zusehends. Damit es nun endlich losgehen konnte, schickten Coach Oliver Söndgerath und sein Co Kevin Schüller die beste Elf ins Rennen, welche kurz darauf vom frisch gewählten Kapitän Marc Sonntag aufs Feld geführt wurde. Vom Anpfiff weg wollten die Rot-Blauen keinen Zweifel aufkommen lassen, wer hier der King im Ring ist, und so dauerte es keine 60 Sekunden bis Enrico Dresen zum ersten Abschluss kam. Nach einer schönen Kombination über Matthias Ley und Kenneth Friese scheiterte Dresen am gut postierten Keeper der Gäste. In den folgenden Minuten zeigte sich immer wieder das gleiche Bild, die Eintracht kombinierte stark, kam zu guten Chancen, doch immer wieder scheiterte man an der starken Nr. 1 der Leimersdorfer, Jannik Hintze. Nach Chancen im Minutentakt, überwiegend initiiert über die Spieler im Zentrum, Richard Gies, sowie Oliver und Christoph Hoffmann, musste man bis zur 31. Spielminute auf einen Standard warten, bis etwas Zählbares daraus resultierte. Nach einer starken Ecke von Oliver Hoffmann stieg Sonntag am höchsten und nickte zum 1:0 ein – überfällig!!! Wie befreit durch den erlösenden Treffer spielte sich die Eintracht in einen Rausch und es folgten Chancen im Minutentakt. Nur drei Minuten später unterstützte der Gegner, als eine Flanke von Matthias Ley vor dem einschussbereiten Enrico Dresen von einem Leimersdorfer Spieler ins eigene Tor befördert wurde. In Minute 38 schlug erneut Sonntag per Kopf zu, diesmal nach Flanke von Kenneth Friese – 3:0! Der Capitano drehte nun richtig auf. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Sonntag von Max Ferdinand Hermann mit einem langen Pass über die linke Seite auf die Reise geschickt und lief bis zur Grundlinie durch. Mit einem Schlenker Richtung Strafraumzentrum schüttelte er auch den letzten Gegenspieler ab und gönnte sich seinen dritten Treffer an diesem Abend zum 4:0 Halbzeitstand. Die beiden Innenverteidiger Jan Hoffmann und Sebastian Haas, hatten einen ruhigen Abend. Noch etwas „schlimmer“ traf es Torwart Daniel Scheu, der absolut gar nichts zu tun hatte. Bisher unbestätigten Gerüchten zufolge soll er in Halbzeit eins ,sogar für 20 Minuten am Bierpavillon gesehen worden sein, um dort die Kollegen beim Zapfen zu unterstützen.

Ansprache zum Gründerfest – Publikumsliebling betritt die Bühne – Eia on fire

Zum Rahmenprogramm an diesem Abend gehörte, neben dem Spektakel auf dem Spielfeld, auch die „speech to the crowd“ des Vereinspräsidenten Christoph Hoffmann. In seiner unnachahmlichen, rhetorischen Gewandtheit, die selbst Martin Luther King seinerzeit in Begeisterung versetzt hätte, referierte El Presidente über die Meilensteine von der Grundsteinlegung bis zum Status Quo. Zudem sprach er mit den Worten „Ohne Moos nix los“ seinen Dank allen Sponsoren, Gönnern und Helfern des Vereins aus und appellierte zugleich an die Aufrechterhaltung des Spirits in und um die Mannschaft. Zum Abschluss der Rede hätten die Worte „Schwaade kann isch joot, Fooßball spille äwwe ooch“ nicht passender sein können, denn genau das zeigte er kurz nach Wiederanpfiff des Spiels in der 51. Minute. Nach einem selbst eroberten Ball konnte er das Spielgerät gegen gleich drei Gegenspieler behaupten, spielte dann einen doppelten Doppelpass, zunächst mit Bruder Oliver, dann mit Kenneth Friese und tauchte dann alleine vor dem gegnerischen Tor auf, um gekonnt auf 5:0 zu stellen. Ein absolutes Traumtor der Marke TikiTaka – Barca lässt grüßen, passt ja auch von den Vereinsfarben her. Nach diesem Highlight fürs Auge eines Jeden, der es mit der Eintracht hält, folgte nun ein emotionales. Der starke rechte Verteidiger Max Ferdinand Hermann, gerade erst frisch aus der A-Jugend bei den Senioren, fiel nun einem Generationswechsel zum Opfer. Unter tosendem Beifall wurde Publikumsliebling Dieter Hilberath eingewechselt, der von der Menge frenetisch gefeiert wurde und eine solide, routinierte Partie spielte.

Offensiv ging das Spektakel nun weiter. In der 59. Spielminute konnte sich Enrico Dresen, der in der ersten Halbzeit ein paar Chancen liegen ließ, endlich auch zum ersten Mal in die Torschützenliste eintragen. Nach einem an Marc Sonntag verübten Foulspiel im Strafraum legte sich Dresen die Kugel am Elfmeterpunkt zurecht und donnerte sie unhaltbar in den Winkel – 6:0. Nur fünf Minuten später folgte erneut ein Standard, Oliver Hoffmann zirkelte einen Freistoß aus etwa 20 Metern Torentfernung mit feinem Füßchen unhaltbar in den Winkel. In Minute 64. war es erneut Dresen, der nun zeigte, was er am Besten kann: Tore schießen (beziehungsweise köpfen). Nach einer stark getretenen Ecke von Oliver Hoffmann roch Dresen, wo der Ball sich wohl wieder senken würde und vollstreckte per Kopf zum 8:0.

Nun war die Phase der Spielerwechsel angebrochen. Zunächst bekam „El Patron“ Yusuf Yildiz, der Kapitän Marc Sonntag ersetzte, seine Einsatzzeit. Kurz darauf erhöhte das Trainergespann Söndgerath/Schüller durch den Wechsel von Maximilian Wuzél für Oliver Hoffmann massiv den Altersschnitt , denn mit Wuzél und Hilberath waren nun zusammen schon 77 Lebensjahre auf dem Feld.

Enrico „Eia“ Dresen war nun so richtig „On Fire“ und wirbelte in den Schlussminuten nochmal ordentlich vor dem gegnerischen Tor. Ihm war es auch vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. In zentraler Position angespielt, konnte er sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und erzielte von der Strafraumkante das 9:0 – kurz danach beendete der Schiedsrichter die sehr faire Partie. Nach dem Spiel sprach Trainer Oliver Söndgerath der Mannschaft seinen Stolz aus und das ganze Team hüpfte noch minutenlang im Kreis, feierte den Sieg und sang „Eia on fire“.

Resummé und Ausblick

Vor einer tollen Kulisse – an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Zuschauer – zeigte die Eintracht von der ersten bis zur letzten Minute eine äußerst ansehnliche Partie auch wenn der Führungstreffer etwas auf sich warten ließ. Mit dem 1:0 schienen dann alle Dämme gebrochen zu sein und man wurde dem Favoritenstatus in dieser Partie gerecht. Inwieweit dieses Spiel ein Gradmesser war, werden die nächsten Wochen zeigen, wobei man mit einer derartigen spielerischen Leistung vor keinem Gegner Angst haben muss.

 Vorschau: Die erste „Feuerprobe“ in der Liga auf fremdem Platz erwartet die Jungs von der Grafschaft bereits am Donnerstag, den 23.08.2018 bei der SG Hocheifel Adenau II. Achtung: der Anstoß wurde von 19:30 auf 19:00 vorverlegt. Auch in diesem Spiel freut sich die Mannschaft auf die Unterstützung der Fans.

Es kamen zum Einsatz: Daniel Scheu, Max Ferdinand Hermann (53. Dieter Hilberath), Sebastian Haas, Jan Hoffmann, Matthias Ley, Kenneth Friese, Richard Gies, Christoph Hoffmann, Marc Sonntag (70. Yusuf Yildiz), Oliver Hoffmann (75. Maximilian Wuzél), Enrico Dresen

MW, 07.08.2018

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