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Eintracht Esch mit zwei Auswärtspleiten in Serie

Ein Hexenschuss, ein Stau auf dem Heimweg, die zehnte Serienmeisterschaft des FC Bayern oder eine Niederlage von Eintracht Esch – allesamt Vorkommnisse, die nicht schön sind und kein Mensch braucht, die aber trotzdem passieren. Wenn letztgenanntes Ereignis gar zwei Mal in Serie auftritt, ist das für alle, die es mit der Eintracht halten, ein Novum, welches, bezogen auf Pflichtspiele, seit der Vereinsgründung nun erstmalig vorkam. Die erste Pleite setzte es bereits im Samstagsspiel am 17.09. beim SV Oberzissen II. Zu diesem Spiel reisten die Grafschafter noch als ungeschlagener, amtierender Tabellenführer an und verloren die Partie mit 1:5. Wäre jemand auf die wahnwitzige Idee gekommen zu sagen „Wir verlieren mal ein Spiel absichtlich der Spannung wegen“ würde dies nicht den Tatsachen entsprechen, denn mit Ausnahme des ansehnlich herausgespielten Ehrentreffers durch Hendrik Halfmann hatte die Eintracht nicht viel anzubieten und verlor auch in dieser Höhe verdient. Zu ideenlos im Angriff, nur phasenweise mit Zugriff im Mittelfeld und in der Abwehr ungewohnt löchrig – als mitgereister Fan musste man sich schon die Augen reiben.

Sechs Tage später, nächste Chance. Freitag, 23.09. bei der SG Westum II. In Anbetracht der Tabellensituation sprach man hier zurecht von einem Topspiel des Spieltags und die Eintracht erwischte den besseren Start, denn bereits in der Frühphase brachte Thomas Dederich sein Team mit einem perfekten Freistoß in Führung (11.). Leider konnten die Grafschafter daraus in der Folge kein Kapital schlagen, denn die Gastgeber kamen eine viertel Stunde später etwas kurios zum Ausgleich. Ein Westumer Angreifer kam in Strafraumnähe durch ungeklärte Ursache ins Straucheln, überquerte währenddessen die Strafraumlinie, worauf ein überraschendes, aber gut vernehmbares akustisches Signal durch den Schiedsrichter ertönte. Strafstoß – Ausgleich (24.). Ob diese Entscheidung eine Schlüsselszene war, darüber lässt sich im Nachhinein nur spekulieren. Bis zur Halbzeitpause entwickelte sich das Geschehen dann komplett zu Ungunsten der Gäste, denn mit Lutz Creuzberg und Marc Sonntag mussten gleich zwei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden, on top kassierte man noch das 2:1 durch Kevin Wagner (35.). Ebenfalls ein kurioser Treffer, bei dem sich die komplette Escher Defensive im Tiefschlaf befand und den Gegner einlud.

In Durchgang zwei nahm das Unheil aus Escher Sicht seinen Lauf, Westum erhöhte durch Max Palm zum vorentscheidenden 3:1 (49.). Esch zeigte sich in der Folge bemüht, konnte jedoch offensiv nicht die gewohnte Durchschlagskraft und Effektivität liefern und kam folglich nicht zu klaren Abschlüssen. In den Schlussminuten kam es dann noch schlimmer für die Eintracht, denn Enrico Dresen und Christoph Hoffmann komplettierten als Spieler Nummer drei und vier das Verletztenlazarett an diesem Abend. An dieser Stelle gute Besserung an alle, hoffentlich können wir bald wieder auf euch bauen!

In Anbetracht der beiden erfolglosen Spiele und der aktuellen Verletztenmisere könnte man nun beispielsweise Stadionsprecher Wolfgang Gäb, Pressesprecher Max Wuzél und Schriftführer Martin Göddertz als Spieler rekrutieren. Da alle drei jedoch zu alt, zu langsam und zu untalentiert sind, werden sie, wie üblich, gemeinsam mit Gerd Hoffmann und Gerd Kurth für Moderation und Bewirtung im Rahmen des nächsten Heimspiels sorgen. Dieses findet bereits am kommenden Mittwoch, 28.09. gegen die SG Oberahrtal statt. Anstoß: 19:30. Zu diesem Spiel freuen wir uns auf den Support unserer Zuschauer und erhoffen uns von der Mannschaft als Reaktion „Arsch huh, Zäng ussenander, Wulle und wieder Eintracht sein!“ Zusammen überstehen wir unsere Minikrise und setzen unseren erfolgreichen Weg weiter fort.